Aktuelle Erhebung: Durchschnittsmiete 20 Prozent unter Mietspiegel

07.05.2019

Die Mieten von Genossenschaftswohnungen in Hamburg trotzen dem Aufwärtstrend am Markt und sind nach wie vor vergleichsweise günstig. In den vergangenen fünf Jahren lag die Durchschnittsmiete für diese Wohnungen stets rund 20 Prozent unter den Werten des Hamburger Mietenspiegels. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor.

Danach betrug die Durchschnittsmiete in Hamburger Genossenschaftswohnungen im vergangenen Jahr 6,77 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche netto-kalt, bei Neuvermietungen waren es 7,66 Euro pro Quadratmeter. Monika Böhm, Vorstandsvorsitzende des Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V.: „Die Daten belegen einmal mehr eindrucksvoll, dass die Wohnungsbaugenossenschaften für bezahlbaren Wohnraum für die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt stehen. Die Genossenschaften sind und bleiben die Mietpreisbremse dieser Stadt!“

Die Erhebung unter den Wohnungsbaugenossenschaften zeigt zudem, dass auch die durchschnittlichen Mieten der aus der Wohnungsbauförderung ausgelaufenen Wohnungen aus den letzten fünf Jahren aktuell noch einmal acht Prozent günstiger sind als der Durchschnittssatz von 6,77 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Durchschnittsmiete dieser Wohnungen beträgt lediglich 6,21 Euro/Quadratmeter Wohnfläche.

Die im Verein organisierten 30 Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zählen derzeit rund 225.000 Mitglieder und haben 132.400 Wohnungen in allen sieben Bezirken Hamburgs sowie in einigen Randgemeinden. Das entspricht rund 20 Prozent aller Hamburger Mietwohnungen. Etwa ein Viertel davon ist öffentlich gefördert.

Wie schon in den Vorjahren haben die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften auch in 2018 erhebliche finanzielle Mittel in Neubau sowie Modernisierung und Instandhaltung des Bestands investiert: „Im vergangenen Jahr waren es rund 680 Millionen Euro, für 2019 planen die Genossenschaften mit 767 Millionen Euro“, erläutert Monika Böhm.

2018 stellten die Genossenschaften 1.107 Wohnungen fertig, in diesem Jahr sollen es, so die Planung, 1.398 sein. Das Besondere: Rund 70 Prozent der genossenschaftlichen Neubauten werden öffentlich gefördert errichtet – obwohl der Hamburger Senat dies nur für ein Drittel der Neubauten verlangt. Monika Böhm: „Viele Genossenschaften bauen ihre neuen Wohnungen im ersten und zweiten Förderweg sogar zu 100 Prozent gefördert. Das alles machen wir freiwillig, ohne Auflagen der Stadt, sondern in der Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern.“

Mit ihrem seit vielen Jahren hohen Investitionsvolumen sind die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ein entscheidender Akteur in der Wohnungswirtschaft sowie ein wichtiger Auftraggeber für Handwerker und Baufirmen – vor allem aus der Metropolregion Hamburg. Hinzu kommt die Rolle als bedeutender Arbeitgeber und Ausbilder: Rund 2.500 Mitarbeiter und knapp 200 Auszubildende zählen die Wohnungsbaugenossenschaften der Hansestadt derzeit.

Medienkontakt:
Monika Böhm
Vorstandsvorsitzende
Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V.
Telefon 040/42 30 08 90
wohnungsbaugenossenschaften@hamburg.de

[Foto: Jochen Quast]