Jahresauftaktveranstaltung: Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften wirken als „Mietpreisbremse“

31.01.2018

Rund 100 geladene Gäste aus Politik und Immobilienwirtschaft kamen am Montagabend zur traditionellen Jahresauftaktveranstaltung des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. in den Besenbinderhof, um sich über Fragen und Entwicklungen der Wohnungswirtschaft in der Hansestadt auszutauschen. Zu den Gästen zählte auch Matthias Kock, Staatsrat in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

In ihrer Begrüßungsrede hob Monika Böhm, Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises, die besondere Bedeutung der Wohnungsbaugenossenschaften für den Hamburger Wohnungsmarkt hervor: „Die unternehmerischen Entscheidungen der Genossenschaften werden nicht unter Renditevorgaben, sondern zum Wohl ihrer Mitglieder getroffen. Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften fühlen sich ihrer Stadt verpflichtet – und einige von ihnen schon weit mehr als 100 Jahre.“

Wie damals schon fühlten sich die Genossenschaften auch heute vor allem der Schaffung bezahlbaren Wohnraums verpflichtet, so Monika Böhm weiter. Hinzugekommen seien jedoch weitere, gesellschaftlich wichtige Aufgaben wie die Stärkung von lebenswerten Quartieren für alle Generationen, um damit Nachbarschaften neu zu beleben und drohender Vereinsamung der Menschen entgegenzuwirken.

Mit einem Bestand von mehr als 130.000 Wohnungen – das sind rund 20 Prozent des gesamten Mietwohnungsmarktes – und mehr als 200.000 Mitgliedern sind die Wohnungsbaugenossenschaften ein bedeutender Akteur in der Hansestadt. Die durchschnittliche Miete bei Genossenschaftswohnungen beträgt in Hamburg 6,32 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche netto-kalt. Sie liegt damit 2,12 Euro unterhalb des Durchschnittswertes des neuen Hamburger Mietenspiegels. Monika Böhm: „Damit dürfen wir Genossenschaften weiter sehr selbstbewusst erklären: Wir sind die Mietpreisbremse in dieser Stadt!“

Auch Staatsrat Kock verwies in seinem Grußwort auf die wichtige Rolle der Wohnungsbaugenossenschaften bei der Entwicklung der Hansestadt und rief dazu auf, den weiteren Wachstumsprozess gemeinsam zu gestalten: „Wir wissen, ohne die Wohnungsbaugenossenschaften, ohne ihr Engagement und ohne den genossenschaftlichen Grundgedanken der Solidarität wäre Hamburg eine andere Stadt – und sicher keine bessere.“