Mieten in Hamburger Genossenschaftswohnungen 20 Prozent günstiger

07.02.2017

Die Mieten der Wohnungen von Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften waren im vergangenen Jahr gut 20 Prozent günstiger als die durchschnittlichen sonstigen Wohnungsmieten in der Hansestadt. Das erläuterte Monika Böhm, Vorstandsvorsitzende Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V., gestern Abend auf der traditionellen Jahresauftaktveranstaltung des Arbeitskreises in Hamburg.

Danach lag die durchschnittliche Miete bei den Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften bei rund 6,40 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit 1,62 Euro unterhalb des Durchschnittswertes des Hamburger Mietenspiegels von 8,02 Euro. Monika Böhm: „Damit dürfen wir Genossenschaften weiter selbstbewusst erklären: Wir sind die Mietpreisbremse in dieser Stadt!“

Die Wohnungsbaugenossenschaften hatten mehr als 100 Gäste aus Politik und Immobilienwirtschaft – unter ihnen auch Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen – in den Besenbinderhof geladen, die sich über Fragen und Entwicklungen auf dem Hamburger Wohnungsmarkt austauschten. „Es ist wichtig, dass die Akteure auf dem Hamburger Wohnungsmarkt im intensiven Gespräch bleiben und gemeinsam dafür sorgen, dass die Menschen in der Hansestadt ein schönes und bezahlbares zu Hause haben“, sagte Monika Böhm.

Themen waren unter anderen hohe Baukosten auch durch kostenintensive kommunale Auflagen bei Neubauten, bezahlbare Grundstücke von der Stadt sowie die Forderung der Politik, Wohnungen zu einem Preis von 1800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu errichten. Dazu sagte Monika Böhm: „Diese Art von Neubauten ist nicht nachhaltig und entspricht nicht dem Baustil unserer Genossenschaften, die als Bestandshalter hier in Hamburg für 100 Jahre planen und diese Wohnungen auch später noch vermieten wollen.“

Dr. Stapelfeldt hob in ihrer Begrüßungsrede die Rolle der Wohnungsbaugenossenschaften als einen wichtigen gestaltenden Faktor in Hamburg hervor. Die Senatorin sagte: „Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als einer halben Milliarde Euro pro Jahr sind die Baugenossenschaften wirtschaftlich wie gesellschaftlich bedeutende Beteiligte der Stadtentwicklung. Sie helfen mit, Hamburg als lebenswerte Metropole zu erhalten und zu entwickeln – und als eine Metropole, die sich alle leisten können.“