UNESCO-Kulturerbe: „Eine Würdigung aller Genossenschaftsmitglieder!“

02.12.2016

Die Genossenschaftsidee ist UNESCO-Kulturerbe: Diese Nachricht löste auch im Arbeitskreis der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. große Freude aus. „Natürlich ist es eine Anerkennung unserer Arbeit“, erklärt Vorstandsvorsitzende Monika Böhm. „Viel mehr sehen wir aber die Aufnahme in die Liste der Immateriellen Kulturerbe als Würdigung unserer Genossenschaftsmitglieder. Denn mit ihrem Engagement sorgen sie seit jeher dafür, dass diese von Fairness geprägte Unternehmensform nicht in den Geschichtsbüchern verschwunden ist.“

Im Gegenteil: Demokratie, Solidarität, Verantwortung und Gemeinschaft – die Grundpfeiler jeder Genossenschaft – sind heute so modern wie vor rund 160 Jahren als die Genossenschaftsidee geboren wurde. Für Monika Böhm nicht verwunderlich: „Menschen brauchen eine Gemeinschaft und möchten in Frieden zusammenleben. Dafür müssen aber auch die Voraussetzungen gegeben sein: Sie müssen ein bezahlbares Dach über dem Kopf haben, zu essen, eine sinnvolle Beschäftigung und selbstbestimmt leben können. Genossenschaften bieten ihnen das auf vielfältige Weise.“

Weltweit sind rund 800 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert. In Deutschland sind mehr als 22 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft. Die meisten bei Wohnungsbaugenossenschaften, Banken oder landwirtschaftlichen Kooperationen. Zunehmend  gründen aber auch Medienschaffende, Einzelhändler oder Dienstleister Genossenschaften. Monika Böhm: „Hier zeigt sich, welche Innovationskraft, Kreativität und nicht zuletzt Wirtschaftskraft in der Genossenschaftsidee steckt. Wir sind gespannt, was noch kommt. Vielleicht hat die Aufnahme in die Liste der Immateriellen Kulturerbe ja eine Sogwirkung. Wir würden uns freuen. “